Wenn Sie bei uns ein Angebot anfragen werden Sie auf den Satz „Der Kunde stellt dem DJ die Übernachtung im Einzel-/Doppelzimmer in einem Hotel in unmittelbarer Nähe zum Veranstaltungsort“ stoßen. Für die meisten ist dies eine Selbstverständlichkeit, aber einige Kunden stören sich daran: „Ich zahle ja auch nicht meinen Gästen das Hotelzimmer“ oder „der DJ ist doch da zum Arbeiten – der kann doch anschließend nach Hause fahren“ sind z.B. Begründungen, die mir entgegen gebracht wurden. Neulich sagte mir ein – ansonsten sehr netter – Bräutigam: „Die Gage hätte ich ja bezahlt – Qualität kostet halt. Aber dass ich das Hotelzimmer übernehmen soll habe ich als Unverschämtheit empfunden“. Das habe ich in dieser Form so noch nie gehört, daher war ich sehr überrascht und entsprechend sprachlos. Also habe ich mal recherchiert und andere DJs und Dienstleister befragt. Heraus kam: jeder Künstler lässt sich die Übernachtung vom Kunden vergüten, wenn der Heimweg eine gewisse Distanz überschreitet – beim einen 50, beim anderen 100km. Aber die meisten Anbieter kalkulieren die Übernachtungskosten in ihre Gage ein, um eben solchen Diskussionen zu entgehen.

Brautpaare kriegen oft bessere Konditionen

Es gibt verschiedene Gründe, warum wir das anders handhaben: zum einen kriegt das Brautpaar oft bessere Konditionen als der DJ, da Sie ein Kontingent an Zimmern abnehmen. Ihre Kosten für die Unterbringung des DJs sind also geringer, als wenn der DJ selbst ein Zimmer bucht und Ihnen die Kosten in die Gage einkalkuliert. Zum anderen gibt es große Preisschwankungen bzgl. Übernachtungen. Wenn ein Hotelzimmer im Schnitt 90 Euro kostet dann zahlen Sie diese auch – huckepack über die in die Gage eingerechneten Übernachtungskosten – selbst wenn es um die Ecke von Ihrer Hochzeitslocation eine nette Pension gibt, die Zimmer für 45 Euro anbietet.

Aber warum braucht ein DJ denn überhaupt ein Hotelzimmer? Nun, zum einen ist es schön, bzw. meinem Empfinden nach eine Notwendigkeit, sich nach dem Schleppen und Aufbauen der schweren Boxen und des vielen Equipments frisch zu machen und in sauberer Kleidung die Gäste zu begrüßen. Zum anderen fährt niemand gerne nach einem zehnstündigen (oder längeren) Arbeitstag um fünf Uhr morgens gerne im Dunklen noch 50km nach Hause – ich persönlich bin dann nicht nur sehr müde, sondern empfinde das Fahren in der Nacht auch als sehr unangenehm für die Augen, wenn sich um die Scheinwerfer eines jeden herannahenden Fahrzeugs eine Art Corona bildet und man in den Straßengraben guckt, um die nächsten Sekunden lang nicht völlig geblendet zu sein.

Wenn Sie Ihre Hochzeit in einem Hotel bzw. in einer Location mit Übernachtungsmöglichkeiten feiern bietet es sich natürlich an den DJ dort auch einzuquartieren – ist aber nicht unbedingt notwendig. Ein Zimmer in einem Hotel oder einer Pension in der näheren Umgebung tut es natürlich auch, denn wie der oben zitierte Kunde schon sagte: der DJ ist letztendlich zum Arbeiten da. Mir persönlich reichen ein Bett und eine Dusche ohne Schnickschnack.

Anders sieht es natürlich aus, wenn Ihre Hochzeitslocation „direkt um die Ecke“ liegt. Wenn ich persönlich z.B. in Frankfurt, Bad Homburg oder Offenbach auflege würde ich niemals auf die Idee kommen einen Kunden um ein Hotelzimmer zu bitten.

Warum sollte mich das interessieren?

Und warum sollte Sie das interessieren? Nun, Sie wollen ja schließlich eine tolle Party mit einem motivierten DJ, der bis zum letzten Song alles gibt und nicht alle fünf Minuten auf die Uhr guckt und sich überlegt, dass er nicht nur noch eine Stunde abbauen, sondern auch noch den ganzen Weg nach Hause fahren muss. Und bevor Sie einen DJ buchen, der evtl. weniger Talent hat Ihre Gäste auf die Tanzfläche zu kriegen sprechen Sie uns gerne an, damit wir gemeinsam über eine Lösung sprechen.

Zusammenfassung: Es ist Gang und Gebe, dass das Hochzeitspaar dem DJ ein Hotelzimmer stellt/bezahlt, insofern sollte dies bei Ihnen keinen schlechten Eindruck erwecken. Einige Künstler planen die Kosten dafür auch pauschal in ihre Gage ein – für Sie ist es evtl. preisgünstiger, stattdessen das Zimmer zu buchen. Letztendlich sorgt ein motivierter DJ für die bessere Party, wovon Sie dann profitieren.

Was darf ein DJ kosten? Wenn ich ein Angebot verschicke und dann beim Kunden nachhake höre ich oft „Wir haben drei Anbieter angeschrieben und Ihr Angebot liegt ein paar hundert Euro höher, als dass der Mitbewerber. Wie kommt das zustande?“. Erstmal ist DJ nicht gleicht DJ. Keiner würde erwarten, einen Fiat Punto zum Preis eines Ferraris erwerben zu können. Eher würde man in so einem Fall gleich von einem Betrugsversuch ausgehen. Aber DJs sind nun mal nicht Autos und die meisten Menschen kaufen eben öfter Autos, als dass sie einen DJ buchen. Zumal die Leistung eines DJs im Vorfeld schwer bzw. nicht wirklich mit der eines anderen Anbieters vergleichbar ist.

Natürlich kalkuliert eine Agentur beim Pricing eine Provision mit ein, schließlich investiert man Zeit und Arbeit in die Bewerbung der Künstler (Erstellen der Website, Google Werbung, Anzeigenschaltung, Druck von Flyern und Prospekten) und hat einen Aufwand mit der Angebotserstellung und Beratung. Letztendlich trägt man eine hohe Verantwortung – wird der geplante DJ z.B. kurzfristig krank, versucht man als Agentur für Ersatz zu sorgen. Dass diese Sicherheit durchaus ein wichtiger Punkt ist merke ich immer wieder, wenn ich von Kunden einen Monat vor ihrem Hochzeitstermin angesprochen werde, weil ihnen ihr DJ abgesprungen ist – manchmal aus den obskursten Gründen. Ein Kunde z.B. erzählte mir, sein DJ hätte ihm per Mail abgesagt mit der Begründung, er würde sich jetzt beruflich neu orientieren und nicht mehr als DJ arbeiten. Das wird einem mit einer professionellen Agentur nicht passieren.

Aber auch bei Agenturen ist nicht alles Gold, was glänzt. Einige – durchaus erfolgreiche – Agenturen suchen ihre DJs per Kleinanzeige in Stadtmagazinen im Stil von „Traumjob DJ – Du bist Student und suchst einen Job? Wir stellen Dir Equipment und CD-Koffer“. Das so ein DJ von z.B. 7-800 Eur Gage nur knapp über 100 Euro erhält ist den Kunden nicht bekannt. Dementsprechend motiviert und professionell ist dann dieser „DJ“ meist auch.

Was einige Kunden auch nicht berücksichtigen: die Arbeit eines DJs sind nicht nur die paar Stunden, die er auf Ihrer Veranstaltung letztendlich auflegt. Ein guter DJ investiert regelmäßig viel Zeit in das Updaten seiner Songs, um musikalisch auf dem Laufenden zu bleiben. Er trifft sich im Vorfeld mit seinem Kunden, telefoniert mit der Location (und ggf. weiteren Dienstleistern) und sieht sich vielleicht die Location auch vorher an. Die meisten Kunden haben musikalische Wunschlisten, mit denen man sein Repertoire abgleichen und dieses im Einzelfall ergänzen muss. Die Anlage muss ins Auto verfrachtet, zur Location gefahren und dort aufgebaut werden. Der Aufbau kann leicht 1-1 1/2 Stunden dauern. Wenn alle Gäste schon selig auf dem Heimweg sind baut der DJ das Equipment ab und räumt dieses ins Auto, fährt vielleicht sogar noch am frühen Morgen nach Hause. Dazu kommt, dass er meist arbeitet, wenn Freunde und Familie etwas zu feiern haben.

Aber bitte verstehen Sie mich nicht falsch: für die meisten von uns ist das DJaying der Traumjob. Ich jammere nicht, ich möchte Ihnen lediglich vor Augen führen, dass der Job des DJs eben nicht nur darin besteht „ein paar Platten aufzulegen“. Letztendlich hat man als DJ eine Mords-Verantwortung, denn mit dem richtigen Mix steht und fällt die Party. Egal wie lecker das Essen war, egal wie schön das Schloß ist auf dem Sie feiern: nur wenn der DJ den richtigen „Riecher“ hat und einen guten Job macht werden Ihre Gäste tanzen, feiern und Ihr Fest als unvergesslichen Abend in Erinnerung behalten.

Bei Firstclass DJ ist es mir wichtig, dass ich nur professionelle DJs mit vielen Jahren Berufserfahrung vermittele, die ich auch persönlich kenne. DJs, die musikalisch breit aufgestellt sind, einen guten Mix hinlegen und für die  Zuverlässigkeit und ein gepflegtes Erscheinen selbstverständlich ist. Und gute Leute kosten eben auch ein paar Euro mehr – am schließlich geht es ja auch um ein wichtiges Event, nämlich Ihres.

 

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Die Leistung eines DJ’s kann man eigentlich nur beurteilen, wenn man ihn live erlebt. Zumindest ein persönliches Treffen empfehle ich, damit Sie sich ein Bild von „Ihrem“ DJ machen können. Diese Möglichkeit ist im Vorfeld nicht immer gegeben bzw. viele Paare nehmen sich dafür nicht die Zeit – immerhin ist man ja im Vorfeld meist mit 3-4 alternativen Anbietern im Gespräch. Häufig wird dann schlicht nach dem Preis entschieden und der DJ mit dem niedrigsten Angebotspreis gebucht. Da kann man ja auch nicht viel falsch machen – schließlich muss der DJ ja nur Musik auflegen. Oder? Ich habe mal eine Liste der Pannen und Katastrophen erstellt, die mir im Lauf meiner Karriere zugetragen worden sind – schließlich fragt man ja seine Kunden schon, warum sie z.B. mit dem DJ der letzten Weihnachtsfeier nicht zufrieden waren…

Hier die DJ Flop 10-Liste:

Der DJ
1. …kam zu spät.
2. …war unpassend gekleidet.
3. …ließ sich zulaufen.
4. …war nicht bei der Sache/schlecht gelaunt.
5. …hat wie ein Mallorca-Animateur animiert/kein Gespür für’s Publikum gehabt.
6. …war unfreundlich/hat die Musikwünsche der Gäste nicht gespielt.
7. …konnte nicht mixen, hat einfach die Lieder auslaufen lassen.
8. …hatte den Hochzeitstanz nicht dabei! Obwohl es im Vorfeld besprochen war.
9. …hat um zwei einfach abgebaut und war nicht bereit länger zu spielen (was ihm natürlich bezahlt worden wäre).
10. …hatte minderwertige Technik dabei – schlechter Sound.

Ein hoher Preis ist dabei nicht immer eine Garantie für professionelle Leistung, aber ein billiger Anbieter bringt in der Regel auch nur billigen Service und minderwertige Technik. Mit Firstclass DJ sind Sie auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Foto: MirkoVuckovic

aa Einen DJ für die eigene Hochzeit buchen tut man nicht mal nebenbei. Nach der Kontaktaufnahme und einem ersten Austausch sollte unbedingt ein persönliches Vorgespräch stattfinden, in dem man ein Gespür für seinen Gegenüber entwickeln kann – passt dieser Mensch zu uns? Können wir uns vorstellen ihn als DJ bei unserer Hochzeit mit an Bord zu haben? Darüber hinaus gibt es natürlich eine Menge praktischer Fragen zu klären, die den DJ, aber auch die Hochzeitsvorbereitung allgemein betreffen, für die ich hier gerne einen Leitfaden bereit stelle:

1. Wie ist die räumliche Aufteilung am Veranstaltungsort? Welche Räume (oder auch Plätze draußen) müssen beschallt werden? Wo soll die Musik laut laufen, wo lediglich als Hintergrund-Beschallung? Wo sitzt der DJ? Am besten in der Nähe der Tanzfläche, damit er ansprechbar ist (Wünsche) und optimal auf die Stimmung der Gäste reagieren kann.

2. Wie sieht der zeitliche Ablauf der Veranstaltung aus? Reden, Spiele u.a. Programmpunkte sollten vor dem Eröffnen der Tanzfläche stattfinden. Danach sollte die Ankündigung eines evtl. Mitternacht-Snacks die einzige Unterbrechung darstellen, damit die Gäste in Party-Laune bleiben.

3. Wie viele Gäste werden erwartet? Wie sieht die Altersstruktur und die Verteilung Männer/Frauen aus? In der Regel ist ein Publikum mit einem hohen Frauenanteil tanz-freudiger.

4. Da die Gäste das Hochzeitspaar evtl. mit Programmpunkten überraschen möchten gilt es einen Zeremonienmeister festzulegen (Trauzeuge, Caterer, Wedding Planer), dessen Kontakt den Gästen im Vorfeld kommuniziert wird, der in die Hochzeitsvorbereitung eingebunden ist und bei dem alle Aktivitäten angemeldet werden, damit er diese koordinieren kann. So sollten z.B. Reden nicht platziert werden, während das Personal das Geschirr abräumt.

5. Was für Musikrichtungen wünscht sich das Brautpaar generell? Was sind No-Go’s? Wie soll der DJ damit umgehen, wenn das Paar z.B. keine Schlager etc. will, die Gäste sich aber stark Stimmungsmusik wünscht?

6. Am besten nennt das Brautpaar dem DJ 10-15 Titel, die auf jeden Fall gespielt werden sollen. Von 4-seitigen Listen rate ich ab – viel Aufwand, schwer im Überblick zu behalten und in der Regel unmöglich, alle Songs einfließen zu lassen. Ein paar Must-haves sollte man aber nennen, damit der DJ wichtige Songs auf jeden Fall im Gepäck hat.

7. Mit welchem Lied möchte das Brautpaar die Tanzfläche eröffnen (Brautpaar-Tanz)? Hierzu gibt es viele Vorschläge im Internet. Ich empfehle einen Song zu nehmen, zu dem das Paar einen persönlichen Bezug hat.

8. Der DJ benötigt für sein Equipment einen Tisch, der mindestens 80cm hoch, 1,30m breit und 55cm tief ist. Soll DJ oder Brautpaar mit der Location klären, dass so ein Tisch bereitgestellt wird? 1-2 Steckdosen – am besten ein separater Stromkreis – sollten in unmittelbarer Nähe zum Tisch für den DJ zur Verfügung stehen.

9. Welcher Dresscode gilt zur Feier? In der Regel erscheint der DJ im Anzug. Wenn aber z.B. der Großteil der Gäste lässig gekleidet kommt, kann der DJ sich mit seinem Outfit natürlich gerne anpassen – der DJ soll ja nicht festlicher angezogen sein als der Bräutigam…

10. Wo setzt sich der DJ zum Essen hin? Manche DJ’s essen gerne an ihrem Arbeitsplatz, um immer ansprechbar zu sein, falls z.B. jemand das Mikrofon benötigt. Ich persönlich finde es schöner, am Arbeitsplatz nur in „Aktion“ zu erscheinen und das Essen an einem Personal-Tisch, in einem separaten Raum oder – wenn es passt und vom Brautpaar gewünscht – an einem der Gäste-Tische einzunehmen.

 

Foto: www.photx.de Ernst Strattmann